NET S KATER.NET

NUMMER 45-56 JANUAR/DEZEMBER 2012 | |

NETSKATER.

* Das einzige Monatsmagazin für Troglodismus, Satire und gegen den ganzen Rest *


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... TagesBILD: Nach Fundamentalklatsche - jetzt geht der Ärger richtig los!

Kurzer Prozess nach Champions League Desaster:

Jetzt muss Merkel Jupp Heynckes entlassen!



Grosse Aufregung auch in Duisburg: was soll mit dem "Schweinsteiger-Denkmal" vor dem Hauptbahnhof passieren? Abreissen oder vergrössern?

Sicher ist momentan tatsächlich nur eins: die nächste Klatsche ist immer die schwerste! In diesem Sinne: happy Euro everybody!




... Paradigmenwechsel bei Angela Merkel?

Up, up and away: Es ist nicht leicht, Frau Gott zu sein


"Ich liebe euch doch alle", schickt die designierte Euro-Kaiserin dem herandüsenden Franzosen eine goodwill-Botschaft entgegen - und lässt als kleines Zeichen ihres göttlichen Grossmuts einen Blitz in die Präsidentenmaschine herniederfahren, dass es nur so sprizzelt und sprazzelt! Was für ein gelungener Start der zentraleuröpäischen Ost-West-Beziehungen der Nach-Sarko-Ära! Überhaupt scheinen sich in diesen Tagen die himmlischen Zeichen kaum noch zählen zu lassen: Da säuft auf dem Zwischenahner (!) Meer das halbe Niedersachsen-Kabinett mit dem Drachenboot "Merkel" ab, in Bayern bläst ein göttlicher Hauch den grössten Bagger der Welt mitsamt einsitzendem Innenminister um - wann hat man schon einmal eine derartige Flut von Menetekeln über unsere Eliten hereinbrechen sehen? Begonnen hat diese Strecke der Divinal-Kataklysmen übrigens mit einem ungleich Schwereren: damals, als Ex-Kanzler Kohl pompös zur Papst-Audienz im eigenen Helmut-Mobil vorfahren wollte, chauffiert von der eigenen Gattin, landete er teuflischerweise im Strassengraben und musste mühsamst vom ADAC wieder an Land gehievt werden! Und der Papst hatte sich inzwischen schon längst aus dem Staub gemacht ... Konnte man das damalige Drama noch generös als Slapstick-Einlage des Dauerbrenners "Frau am Steuer" abtun, weiss man es heutzutage natürlich besser und ein letzter mahnender Wink an all die Griechen da unten im Süden sollte jetzt mehr als angebracht sein: hier daher noch einmal unsere Exklusivmeldung vom 28.04.2010!

Berlin - Kanzleramt - grosse Lagebesprechung.
"Hach", hört man plötzlich Kanzleramtsminister Schlagmichtot aufjauchzen, "was hab ich heute morgen doch für einen lustigen Verleser gehabt: Da stand 'Erdbeben erschüttert Südspanien' in der Zeitung. Und was hab ich gelesen? Ich hab gelesen: 'Erdbeben verschüttet Südspanien' Fand ich schon lustig!"
Als niemand so richtig mitjuxen will, ertönt plötzlich das zarte Stimmchen der Kanzlerin, die dazu ein Gesicht zieht, als hätte sie soeben in ihre erste Banane gebissen: "Wisst ihr, was ich mal gerne lesen würde? Ich würd' ja gern mal lesen: 'Erdbeben verschüttet Griechenland!'. Tja ..."
Und nach einem Weilchen der inneren Einkehr: "Aber dass mir das nicht morgen in der Zeitung steht!"
"Nein, nein!", beeilen sich alle zu versichern, "ganz bestimmt nicht!"
"Dann ist ja gut!", beendet die Kanzlerin die Diskussion wie gewohnt streng sachlich. Aber nach einem weiteren kleinen Weilchen:
"Und auch nicht im Internet!"


Gnade uns ... na, Sie wissen schon!



... Paradigmenwechsel bei Al Qaida?

Schöner terrorisieren: Jetzt ist Kreativität gefragt


"Unterhosenbomben sind echt was fürn Arsch", murrt der Euro-Interimschef der Sektion "Heilix Kriegle" in seinen Rauschebart. Denn: noch nie habe man durch diese Kulturtechnik auch nur ansatzweise dem Glaubensfeind eins auf die Mütze geben können. Zudem wachse in suicide-bomber-Kreisen die Befürchtung, sich als transzendierter Märtytrer nicht mehr so richtig den 30 Jungfrauen widmen zu können - kurzum: "Da hätten wir uns die ganze schöne Ausbildung auch sparen können!"

Mit dem neuen Konzept hoffe man nun, glorreich an alte Erfolgserlebnisse anzuknüpfen. Auch wenn es hier und da vielleicht noch etwas zu verbessern gäbe, beispielsweise an der Ergonomie der ganzen Geschichte ... schliesslich "ist technischer Fortschritt nur so gut wie der Mensch, der bereit ist, ihn freudig zu benutzen!"

In diesem Sinne und mfG: Abu "Big Bang" Fahradsch, der Knallige.



Der australische Standpunkt: Jahreszeitenwechsel


Wie allerorts bekannt, stehen in Australien nicht nur die Menschen, sondern auch die Jahreszeiten Kopf. Wenn in Deutschland Fruehling wird, beginnt hier der Herbst; im Sommer ist hier Winter ... etc. Daher ist es verstaendlich, dass vielerorts angenommen wird, man haette als zugereister Mitteleuropaer dann dementsprechend eben zweimal im Jahr Geburtstag. Gepraechsfetzen wie z.B. “Ich bin 28 Jahre alt, wohne allerdings seit 8 Jahren in Australien. Dieses Jahr werde ich 44 Jahre alt. Juhu!” sind als unrichtig abzustempeln. Auf der anderen Seite: durch die starke UV Belastung hier am Ozonloch der Welt sieht man nach ein paar Jahren wirklich fast doppelt so alt aus. Und nicht nur das: Australien hat eine der hoechsten Hautkrebsraten der Welt und zwei Drittel der Australier erhalten bis zu ihrem 70. Lebensjahr die erschreckende, aber durch Allgegenwaertigkeit schon fast normalisierte Diagnose: Hautkrebs. ( http://www.sunsmart.com.au/faqs/facts_and_stats )


..Sie wollen sich vorher schnell noch schnellgoogeln lassen? HIER, bitte sehr!


... 13Fragen

Der Ton macht's: Renée Reichenbach im NKN-Interview



Wenn dieser kleine Scherz einmal erlaubt ist: der Ton macht eben manchmal nicht nur laute Musik, sondern auch grosse Keramik! Beziehungsweise, er wird dazu gemacht. Um das Ganze dann aber als Kunst durchgehen zu lassen, braucht es Leute wie Renée Reichenbach: unauslotbar kreativ, mit dem klaren Blick fürs Wesentliche und dem richtigen Händchen, Unwesentliches einfach weglassen zu können, auch wenn das dem Zeitgeist widerspricht ... wir jedenfalls freuen uns, Renée Reichenbach für unser 13Fragen-Interview an Land gezogen zu haben: bitte sehr, HIER steht alles drin!


Zu ihrer aktuellen Ausstellung geht es HIER



...Bildung

Neuer Klimatrend:
Das lyrische Hoch im Norden


Der Geist weht wann, wo und wie er will, weiss man in der Gegend um Husum - eine lyrische Flaute jedoch wird ganz besonders im hohen Norden als Schlechtwetterperiode begriffen: kann dann doch niemand mehr mit wortgeblähten Segeln durchs Reimewatt dümpeln ...

Deshalb HIER das Neueste von der Waterfront!



... Hojotoho!

Piraten entern NRW-Landtag
Tagesbild!



Und da heisst es immer, die Piraten hätten kein Parteiprogramm! Aber wenn die keins hätten - dann würde die doch keiner wählen, das ist ja wohl arschklar! Jedenfalls unter guten Demokraten!

Und ausserdem - die haben nämlich doch eins: hier, ist doch nun wirklich unübersehbar, wie Oberpirat Habakuk es einer nachhaltigen Öffentlichkeit präsentiert!

Und da, wo auf dem Parteiprogramm das grosse 'X' eingezeichnet ist, wartet natürlich schon der Kanzlerthron ... mal gut, dass Norbert den Wahlabend so früh verlassen hat, dass er das nicht mehr mitansehen musste!




... Quo vadis, Hellas Angels?

Griechenland im Umbruch


Nun ist es also raus: Nikolas "Nick" Problemlos wird neuer Ministerpräsident von Griechenland - und trotzdem erschüttern neue Horrormeldungen aus der Ägäis unser Staatsverständnis! Und so langsam beginnen wir uns zu fragen: wer sind denn eigentlich diese Inflationstreiber, Schuldenmacher, Kreditversenker vom Peloponnes?

Schauen wir uns also einmal den Menschen an hinter all diesem niederträchtigen Treiben, schauen wir zum Beispiel auf: N. Haftopolitis, vereidigter Inflationstreiber (Rentner). Schauen wir in die abgefahrenen Gesichtszüge von K. Souvlakis, staatlich geprüfter Schuldenmacher (Beamter). Schauen wir sogar noch ins Gesicht von K. Protestos, emeritierter Kreditversenker (Kommunalpolitiker). DAS sind sie also, die Gesichter der Krise. Jedenfalls drei von 11 Millionen ...

"Freut mich, Ihnen geholfen zu haben", verabschiedet sich K. Protestos noch überschwänglich, "aber jetzt muss ich wirklich los, der Schampus wird kalt!" Er deutet vage in Richtung Akropolis, da müsse er jetzt unverzüglich hin, alle wichtigen Entscheidungsträger hätten dort heute nacht nämlich eine geradezu existenzielle Ausschusssitzung und da sähe er ja auch schon seinen alten Sirtaki-Kumpanen Ohnemos Nixlos ...
Musik dringt leise zu uns herab aus dem uralten Säulengeviert, das jetzt zu einem Chill-Out-Center für die reichere Jugend umfunktioniert worden ist; wo die bange Frage "Quo vadis, Griechenland?" allen Beteiligten die letzte Ruhe raubt ... Denk ich an Hellas in der Nacht ...

Quo vadis, Griechenland ... Nun, wenigstens die Frage "Quo vadis, K. Protestos" wäre fürs Erste geklärt ... wir lauschen noch einen Augenblick dem Gesang der Oligarchen, Plutokraten und Politruks, der Weltniveau-Banker und IWF-Bosse - und das Ende vom Lied ist jedesmal ein dahingedonnertes Statement der puren Lebensfreude: "Zicke-zocke - zicke-zocke - Geld! wie! Heu!"
Dann verstehen auch wir:
kein Wunder, dass hier nachts keiner mehr schlafen kann ...



... Prinz haut in Sack!

Deshalb noch einmal:
Unsere allerschönste Poldi-Meldung!


... und die datiert vom 14.11.2011. Damals nämlich konnten wir ziemlich exklusiv Folgendes vermelden:

14.11.2011
Der Kölner Ballprophet Lukas Podolski hat sich jetzt anlässlich einer scharf getretenen Flachbombe auf das gegnerische Fussballtor den Glutaeus Maximus gezerrt. Auch diesen recht komplex daherkommenden Sachverhalt wusste das Balltretergenie in seiner unnachahmlichen Art auf den Punkt zu bringen: "Trainer - mich tut der Arsch weh!", informierte 'Prinz Poldi' seinen interessiert aufhorchenden Coach, dessen Namen hier in Kölle allerdings niemand kennt.
Nebeneffekt der Aktion: Lukas P. hat einen neuen Spitznamen weg: Popo Podolski!

Die Euphorie des traditionell anal fixierten Kölner Fachpublikums kennt nun tatsächlich überhaupt keine Grenzen mehr, wie erst gestern wieder auf einer stürmischen FC-Jahreshauptversammlung bewiesen wurde ...


Ja, das waren noch Zeiten! Aber damit darf nun als gesichert gelten: der Mann bleibt unter Garantie sich selbst (wenn auch nicht unbedingt dem FC Köln) sogar im fernen Arsenal treu!



Future Shock: Heraus zum ersten Mai - 2052!




Erster Mai im Jahre 2052 - Bundeskanzlerin Weisband folgt dem Ruf der Zeit und besteigt ihr Lieblingswalross "Sheldor", um den Tag der digitalen Arbeit publikumswirksam in Angriff zu nehmen, dicht gefolgt von Koalitionspartner Lindner, dem es wie üblich schwerfällt, seine angeborene Pressescheu zu unterdrücken ...

Tja, lieber User, Berlin ist schon lange keine Wolke mehr, Berlin ist abgesoffen - genau wie der halbe Kontinent: die so schöne Idee EUROPA - vom ewigen Freizeitpark zum Unterwasser-Museum in nur 40 Jahren?! Was ist denn da nun wieder passiert? Fragen wir einen, der es wissen müsste - fragen wir Ex-Umweltminister Roettgen, der soeben in seinem gepanzerten Senioren-Dinghi (extra grosse Ruder) vorbeigepaddelt kommt ...

"Klar weiss ich das!", beginnt er schon von weitem zu zetern, "hätte man uns 2013 nicht völlig unnötigerweise aus der Regierung gewählt, wäre das alles doch überhaupt nicht passiert! Es gibt eben keinen Ersatz für Kompetenz! Im übrigen darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass es nicht mehr Berlin heisst, sondern Neu-Pjöngjang!"
"Wissen wir", beeilen wir uns zu versichern, "es heisst ja auch nicht mehr Alexanderplatz sondern ..:"
"Platz des nautischen Friedens, ganz genau!", fällt uns Röttgen brüsk ins Wort, jeder Zoll ein Charismatiker von altem Schlag. "Und genau da muss ich jetzt hin!", sagt er noch und beginnt, seinen Hartz40-Ruderern mit einer komplizierten Folge von Handzeichen die Fahrtroute zu beschreiben, was im chinesischen Alphabet gar nicht so einfach ist ...

"Wenigstens das Energieproblem scheint ja nun weitestgehend gelöst ...", raune ich meinem Redaktionskollegen zu.
Die Ruder der der onboard-crew haben sich mittlerweile heillos ineinander verhakt.
"Aber für Kompetenz gibt es wohl immer noch keinen Ersatz ..."

The End (?)



..Bitte lesen: ein dringender Aufruf des NKN-Chefredakteurs
Sie wollen sich schnell noch schnellgoogeln lassen? HIER, bitte sehr!



... Wallamalloo?

Immer wieder erstaunlich:
Der australische Standpunkt



Outback hin, Inback her - was wissen wir eigentlich über Australien? Also die dunkle Seite der Erde? Ausser, dass Robin Gibb wieder aus seinem Koma aufgetaucht ist? Eben: gar nichts! Oder kennen wir den australischen Standpunkt? Wo doch momentan nichts interessanter zu sein scheint, als Standpunkte fremder Völker zu kennen, syrische etwa, oder ukrainische. Und den afghanischen Standpunkt verteidigen wir ja sogar mit demokratischer Waffengewaltenteilung, dass es nur so raucht! Wird es da nicht allerhöchste Zeit, eben auch den australischen Standpunkt etwas genauer unter die Lupe zu nehmen? Na, und ob!

netSkater.net proudly presents: CJ Delling, Comedienne von down under! HIER geht's weiter






... Das Gesicht der Umverteilung?

So muss Kapitalismuskritik heute:
Das Panzerknacker-Syndrom



"Ach, wie schön ist's Geld zu haben ..." geht ein altes Lied. Was aber - wenn der an sich so hehre Gedanke der Zwangskapitalisierung bei den jeweiligen Interessenverbänden zu gesellschaftlichen Konflikten und Verwerfungen führt? Lesen Sie hier ein Feature unseres Gastautoren Theo Töpper über bislang unbekannte Aspekte des ewigen Dramas von Menschen und Mäusen: die Panzerknacker A.G., ihr "ständiges Verhaftetsein im Hier und Jetzt" - und die Flucht an sich in reine Sachwerte ... HIER weiter





...Grundlagenforschung

Vertrauen ist gut: Verkleidung ist besser!

Das Volk entfernt sich immer mehr in unzulässiger Weise von seiner Regierenden, befand die mächtigste Frau der Welt und griff zu einem alten Potentaten-Trick: um den Untergebenen mal so richtig aufs Maul zu schauen, tarnte sich Angela Merkel, Bundeskanzlerin und Höchstes Wesen der BRD, gekonnt nachlässig mit Sonnenbrille, KIK-Jumpsuit und Zeitgeist-Applikation und besuchte einen Schnellimbiss. Merkel jedenfalls zeigte sich begeistert von ihren Eindrücken: "Wissen Sie, zu meiner Zeit in der SBZ gab es diese praktischen Bürger-Bratereien ja noch gar nicht - und heute bestell ich mir hier ganz selbstverständlich eine Hackfleischsemmel mit Broilerimitat in der selbständigen politischen Einheit West-Berlin - das ist schon Knorke!"

Als etwas störend wurde von politischen Beobachtern lediglich der Umstand empfunden, dass über Merkels Blue-Tooth-Headset pausenlos die Stimme ihres Demokratiewhisperers zu hören war: "Aufs Maul, Angela - wichtig ist aufs Maul!"


...

Krise des Dialogs?

Manchmal kommt einfach alles zusammen: bibeltreue Christen glauben an den sofortigen Untergang der Welt - und in Schleswig-Holstein wird gewählt - na, Prost Mahlzeit! Wie geht man nur mit solch heiklen Situationen um? Sehen wir doch mal, wie andere das machen ...

Arbeitsalltag in einer befreundeten Lifestyle-Redaktion: Redaktionskonferenz im "Lachenden Geldsack". Der Chef gibt das Thema der heutigen Sitzung vor: "Neulich las ich in einem alten Buch den Satz: 'Leichtfertig ist die Jugend mit dem Wort' und war sofort begeistert. Da stimmt doch noch jedes Komma! Trotzdem sollten wir die Richtigkeit dieser Aussage noch einmal streng wissenschaftlich überprüfen, das sind wir unseren Lesern einfach schuldig! Nun, der jüngste in unserer Runde ist ohne Zweifel Praktikant Boerzel. Praktikant Boerzel - wie stehen Sie denn zu dieser provokanten Äusserung?"
Boerzel muss nicht lange überlegen: "Keine Ahnung! Ich jedenfalls hab' gestern ein Feature über die Literaturpreisträgerin Müller gesehen und spontan zu meinem Vermieter gesagt: 'Nun gebt doch den verdammten Nobelpreis endlich mal Bob Dylan, vielleicht hört er dann ja auch auf Musik zu machen!' Aber das wird Ihnen jetzt wohl nicht sehr weiterhelfen, oder?"
Die Runde erstarrt.
Ist denn dem dreifach verfluchten Boerzel nicht klar, dass er soeben den Hausgott einer gesamten Generation aufs übelste geschändet hat?

Boerzel jedoch durchbohrt in aller Seelenruhe seinen Tetrapack "Amselfelder" mit einem Strohhalm und beginnt ganz entspannt mit der Nahrungsaufnahme - da kann Kulturredakteur Prickler so rot anlaufen wie er will.

Jetzt räuspert sich der Chef. Und er spricht: "Erfreulich pragmatischer Denkansatz. Das Wohl der Bevölkerung stets vor Augen, die Zufriedenstellung des Einzelnen aber immer im Hinterkopf: Boerzel, Boerzel, da hab ich mich wohl ausnahmsweise in Ihnen getäuscht ..."
"Ja, aber, Dylan ...", winselt Prickler noch, aber da kennt der Chef gar nix:
"Hab den Kerl noch nie ausstehen können!"

Zuerst war es ja für manchen das bittere Ende einer Illusion, aber nachher fanden es doch alle schön, dass sie mal drüber gesprochen hatten ...



...Bildungspaket

Satt lernt gut:
Ein Hartz für Kinder!


Auch der Nachwuchs aus bildungsfernen Schichten soll sich mindestens einmal pro Tag eine warme Mahlzeit hinter die Kiemen schieben, haben führende Wissenschaftler im Bildungsministerium errechnet. "Also ausser Kartoffelchips aus der Mikrowelle", ergänzt Frau v. d. Leyen leidenschaflich. Dann droht die Mutter der Nation dem Prekariat kurz mit dem Zeigefinger und denkt weiter intensiv über den Ankauf einer Dosenbierfabrik nach ... und hier die frohe Botschaft!



...Oster-Special

Stunden des Glücks:
Wir warten aufs Lotto


Buenas dias, liebe Lottofreunde!

Heute möchte ich mich aus meinem Exil an der Copacabana einem eher dustren Kapitel des Lottospiels widmen: der Zahl 'Siebzehn'!
'Ist diese Zahl nicht die Wurzel allen Übels?', fragt mich zum Beispiel völlig im Ernst Angela M. aus Berlin - und ich muss schon sagen: sie fragt es völlig zu Recht! Denn wenn eine Zahl Angst und Schrecken verbreitet in der Gemeinde der Profitipper, dann die 'Siebzehn'. Warum aber ist das so?

Da, liebe Mitspieler und -spielerinnen, müsste ich jetzt lang und weit ausholen, bis in die Anfänge der organisierten Kugelzieherei, ja sogar bis zur Installierung des "vereidigten Ziehungsbeamten" irgendwann im Neolotthikum ... aber wer will das schon? Und wer kann das schon? Ich kann das natürlich, will es aber nicht - darum jetzt und hier nur soviel: die Wurzel allen Übels ist natürlich nicht die 'Siebzehn' sondern (da hätten Sie aber wirklich auch selber draufkommen können!) die Wurzel aus siebzehn! Da diese Zahl jedoch lottotechnisch nicht darstellbar ist, wird sie üblicherweise "Ü17" genannt und besetzt einen Zahlenraum irgendwo zwischen 4 und 5. Wenn Sie also, werter Tipper, die Möglichkeit eingeräumt bekämen, eine Zahl zwischen 4 und 5 zu tippen, hätten Sie die nächste Ausspielung schon von Vornherein vergeigt! Welch ein Glück, dass der Gesetzgeber in seiner Voraussicht und Güte das zu verhindern gewusst hat ...

Also nicht traurig sein, wenn's mal wieder nicht geklappt hat mit dem erhofften "Dreier" - es hätte wirklich viel schlimmer kommen können

weiss
Euer Lottofuchs Gebhardt, der Mann mit dem 6-Appeal!




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Revolutionen Digest
Sturm im Vatikan - Kippt der Heilige Stuhl?


Tunesien, Ägypten, Jordanien - nun taumelt der Vatikanstaat als letzte der Mittelmeerdiktaturen ungebremst dem Abgrund entgegen! Die Lage ist unübersichtlich, der Papst eskaliert beinahe stündlich - verwirrende Nachrichten machen die Runde! Sämtliche 552 Staatsbürger scheinen sich in unübersehbaren Demonstrationszügen auf den St. Petersplatz zuzuwälzen, mit zornroten Köpfen auf den dicken, gebenedeiten Hälsen, ekstatisch Parolen schmetternd wie: "Herr Ratzinger, bitte geben Sie uns - falls möglich - Gedankenfreiheit!"
"Auf der Via Schnappia hätt' mer'n fast erwischt!", erzählt uns ein euphorisierter Protestant, allerdings erzählt er uns das auf Italienisch, denn der Vatikan ist zur Gänze von der italienischen Stadt Rom umgeben - eine der vielen Merkwürdigkeiten in dieser verfahrenen Situation.

Der Papst selbst soll sich in seinem abhörsicheren bet-at-home-room verschanzt haben, den Fluchtheli jederzeit startbereit im Hintergarten, mit 15 Tonnen Gold im Gepäckfach arg an der Hubraum-Belastungsgrenze.
Wie auch immer: falls Sie in der nächsten Zeit dem Mann auf obenstehendem internationalen Fahndungsfoto begegnen, verständigen Sie bitte sofort die nächstgelegene Revolutions-Diözese!

Folgende Meldung weht uns gerade noch auf den news-desk: soeben ist aus dem bayrischen Genpool Edmund Stoiber mit einer Sondermaschine eingeflogen, bereit, die kommissarische Übergangsinquisition zu übernehmen ... ach, du grosser Gott!
Wir bleiben natürlich dran: over, amen and out!


NEU:

Zen-Suche bei NKN!


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time1

Von den drei grossen Ideen der Französischen Revolution, 'Gedankenfreiheit', 'Damenwahl' und 'Kostenloses Girokonto' hat bekanntlich nur die erste unter dem Namen 'Werbung' die Zeiten überdauert. Und ausgerechnet die Werbung steckt nun in der schwersten Krise, seit Charles Wilp anno '68 beim wilden Plakatieren von der Leiter gefallen ist. Wie soll das alles weitergehen? Und hat Werbung überhaupt noch eine Zukunft? Unser Gastkommentator sagt es Ihnen!
MEHR: Laberecke!



...ZUM GUTEN SCHLUSS:



...Privatsphäre

Anonymes Linsengrinsen Das netSkater.net-Versprechen


In einer Zeit, in der es selbst Terrorfürsten nicht vergönnt ist, sich ins Private zurückzuziehen, ohne dass gleich mehrere Kohorten von Navy Seals die Haustür eintreten, sollte diese Meldung einschlagen wie eine Block-Buster-Bombe: netSkater.net, das lustige Satire-Magazin, garantiert hiermit seinen Lesern, Usern und selbst seinen schärfsten Kritikern die ab-so-lu-te Heiligkeit der Privatsphäre, zackbumm!
Sollten Sie also - und das kann ja schon morgen sein - bei uns als Fotobeweis für sinnfreies Dahinvegetieren in vorapokalytischen Zeiten erscheinen, seien Sie versichert: niemand wird Sie jemals erkennen - da können Sie trinken, was Sie wollen!
Denn wir sind anders - wir sind nicht wie die Politiker, von denen der Volksmund so richtig sagt: "Politiker - man kann sie kaufen, man kann sie bezahlen, nur eines kann man sie nicht - man kann sie nicht glauben!"
In diesem Sinne - ein schönes Leben noch!

PS: Schicken Sie uns ein paar Fotos von ihrem sinnfreien Dahinvegetieren?




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