Mit drei besonders heimtückischen Gegnern hatte sich die SPD noch bis vor kurzem herumzuschlagen: da waren  zum ersten  natürlich die Konkurrenzparteien, dann selbstverständlich die eigenen Spitzenleute, drittens aber waberte der uralte 'Fluch von Godesberg', von Parteiikone Willy Brandt noch höchstselbst in die Welt gesetzt, stetig durch die Gänge der Parteibaracke und  war seitdem einfach nicht totzukriegen: "Sozialdemokrat sein bedeutet, eine Sache um ihrer selbst Willen vergeigen!"    

Das änderte sich erst, als Frank Walter Steinmeier im Zuge der Dienstwagenaffäre ein Hintergrundgespräch mit Ulla Schmidt führte - und hinterher SO vor die Weltpresse trat:      

  

                                             

 

War bislang nur vom "schwarzen Baron aus Bayern" die Rede, etwa wenn man sich das Neueste von CSU-Shootingstar zu Guttenberg zuraunte, war nun mit einem Schlag alles ganz anders: es kann schliesslich immer nur einen geben und das ist ab sofort der "rote Baron" aus Niedersachsen! Denn, wie der Historiker Sigmar Gabriel zu betonen weiss: "Der echte rote Baron war nunmal der rote Baron und nicht der schwarze Baron und der rote Baron hat ja auch damals schon seine Gegner reihenweise vom Quoten-Himmel geholt und nicht der schwarze Baron!"

Sofort kam auch der SPD-Wahlkampf auf bislang ungekannte Touren:

 

 

 

"Eine wirklich sehr schöne visuelle Langzeitstudie", freut sich da Parteigrande Müntefering kurz und knapp, "können wir zur Not auch 2013 noch benutzen!"

Jedoch auch die eher vorsichtigereren unter den Sozialdemokraten und Gesinnungsgenossen, parteiintern gerne "revolutionäre Kräfte der Beharrung" genannt, werden plakattechnisch bedacht mit diesem wirklich sehr plakativen Rückgriff auf goldene Zeiten, als die Trauben noch ungesäuert waren und der Wähler willig ...

 

 

 

Fazit: der Wille ist da, der Einsatz stimmt, der Rubel rollt - nun heisst es nur noch abwarten ...

 

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